Oh du lieber Knoblauch. Als Gewürz mit beachtlicher Geschmacksintensität erfreut er sich nicht nur hier zu Lande an großer Beliebtheit und auch in unserer Küche darf er nicht fehlen. Wobei an dieser Stelle gesagt sei: Jeder dritte isst ihn regelmäßig, aber jeder fünfte kann ihn nicht ausstehen. Esa zum Beispiel mag etwas lieber mehr, Anna etwas weniger – irgendwie schaffen wir es aber trotzdem immer uns einig zu sein. Also vertraut eurem Geschmack und nehmt euch beim ambivalenten Thema Knoblauch alle Freiheiten. Lasst ihn ganz weg, verwendet ihn schüchtern oder übergebt ihm die Herrschaft für das ganze Gericht. Man misst mit den Augen und prüft mit den Sinnen.

Bei unserer Knoblauchpaste handelt es sich um das Fundament, auf dem gerne aufgebaut werden darf und soll. Bei der Wahl des Öls kann verwendet werden, was das Herz begehrt – weiteres sind viele Zutaten wie geschaffen für die Fusion mit Knoblauch. Ob Chili, Kräuter, Nüsse, Zitronen oder andere Gewürze… Die Knoblauchpaste, deren Stärke eher die Variation als Präzision ist, kennt keine Regeln. Auch in ihrer Verwendung ist sie vielseitig einsetzbar – ob in den Salat, als Pesto zur Pasta oder einfach nur für die nötige Knoblauchration eines Gerichts, bietet sie zum herkömmlich geschnittenen oder per Presse zerdrückten Knoblauch, einen ausgeglicheneren und feineren Geschmack.

Man kann sie in größerer Menge herstellen – abgefüllt in ein Glas hält sie sich gut gekühlt ein Jahr lang, – aber auch frisch in kleinerer Dosis ist sie schnell gemacht und auf alle Fälle der Mühe wert. Die Knoblauchzehen müssen sich fest anfühlen, nicht weich und hohl. Hat der Knoblauch bereits gekeimt, die Zehen der Länge nach halbieren und den bitteren, hellgrünen Keimling entfernen. Das empfiehlt sich sowieso, da die zarte Mitte des Knoblauchs hauptverantwortlich für deinen Geruch ist und so dagegen vorgebeugt werden kann.

Die Zehen in kleine Würfelchen schneiden. Etwas Olivenöl darüber gießen und Salz darauf streuen. Das Salz agiert einerseits als Geschmacksträger, andererseits bietet es das Gegenstück zur Beschaffenheit des Öls, wodurch das Zermahlen des Knoblauchs zum Kinderspiel wird. Deswegen ist es wichtig, dass das Salz etwas grobkörniger ist.

Wir empfehlen außerdem ein Holzbrett als Unterlage zu verwenden, auf Plastik stehen wir eher nicht so. Das Argument, dass das Holzbrett vom Geruch des Knoblauchs nie wieder befreit werden kann, umgehen wir indem einfach ein Brett dazu verdammt wurde, als Universalunterlage für alle Schneidprozesse der Pflanzengattung Lauch zu dienen.



Mit der flachen Seite eines großen Messers Knoblauch, Öl und Salz zu einer Paste zerdrücken. Dazu wird die Spitze des Messers mit der freien Hand fixiert, während die andere Hand das Messer in Wiegebewegungen immer wieder über die Zutaten gleiten lässt. Mehrmalige Durchgänge werden mit einer einheitlichen Konsistenz sowie einer besseren Geschmacksverteilung belohnt.

Nun darf experimentiert und Zutat für Zutat ganz nach Lust und Laune beigefügt werden. Beim Abfüllen in Gläser ist es wichtig, dass die gesamte Paste mit Öl bedeckt ist.