Zum grande Finale der Erdbeersaison nehmen wir uns die leidenschaftlichste Frucht ever zur Hand und vereinen sie mit einem Hauch von Anna’s heiß geliebtem Rosmarin und Esa’s immer begehrten Zitronen-Pfeffer zu Erdbeermarmelade. Sexy Früchtchen mit Pfeffer im Arsch und Rosemary Jane als Begleitung sozusagen. Irgendwie muss die Welle des Foodporn auch mal ernsthaft geritten werden.



Aber Zuckerbrot bei Seite – obwohl die brennende Feministin in uns immer offen für Ironie im Wimpernschlag ist, wollen wir hier abseits vom schön gepudertem, highgloss Perfektionskult der Nahrungsmittelindustrie wieder down to earth kommen. Da kann man uns auch wörtlich nehmen. Manege frei für echtes Essen, gute Produkte und lässige Menschen, die dafür stehen. Wir zeigen euch, was unser Herzblut zum Brodeln bringt.



Aber nun zur Erdbeeremarmelade mit Rosmarin und Zitronenpfeffer.


  • 1.250 Gramm Wald- | Erdbeeren
  • 500 Gramm Rübenzucker
  • 1 Packung Agranata oder ähnliches Agar-Agar Produkt
  • 2-3 Rosmarin-Asterln
  • 3-4 Esslöffel Pfeffer
  • 1 Zitrone
  • 1 Prise Salz


Kurz und schmerzlos: Erdbeeren in kleine Stücke schneiden, mit Zucker, Salz & Rosmarin ca. eine Stunde stehen lassen, bis mächtig Saft austritt. Zitrone schälen, die Schale feinhacken und geduldig im Mörser mit dem Pfeffer vermahlen. Die Schale kann auch haltbar gemacht werden, indem man sie vorher im Rohr bei 50 Grad 1,5 Stunden trocknet. Geliermittel lt. Packungsbeilage mit etwas Flüssigkeit separat glattrühren und gemeinsam mit den angesetzten Früchten aufkochen. Wer mag, kann vorher kurz noch mit dem Pürierstab Aufsehen erregen, nur nicht zu heftig, die Konsistenz ist bekanntlich das A und O. Wenn die Mischung aufwallt, die Hitze von unten etwas mäßigen und rein mit der Pfeffer-Freshness von oben – abhängig davon, wie viel Schärfe ihr vertragt. 2-4 Minuten köcheln und in abgekochte Gläser füllen. Kurz alles auf den Kopf stellen und fertig sind sie für die fein sortierte Vorratskammer. Oder lieber doch in aller Munde.



Holt die Jausenbrote wieder raus, es gibt was zum Schmieren.